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Das Kolosseum

Das wohl eindrucksvollste Gebäude in Rom befindet sich in der Mitte das Tals zwischen den drei Hügeln Palatin, Caelius und dem Esquilin. Von den gigantischen Ausmaßen des flavischen Amphitheaters berichten die Zahlen: Der äußere Umgang hat eine Höhe von fast 50 Metern, die größte Längsachse ist 188, die Kleinste 156 Meter lang. Verbaut wurden mehr als 100.000 Tonnen Traventin und 300 Tonnen Eisen für die Klammern, welche die Blöcke zusammen hielten. 70 n. Chr. Wurde der Bau von Vespasian begonnen und im Jahre 80 von Titus eingeweiht. Die Einweihungsfeierlichkeiten dauerten 100 Tage und es ab eine Reihe von Zeremonien und Vorführungen. Die 80 Arkaden, die sich im Erdgeschoss befangen waren durchgehend nummeriert. Diese Nummern fanden sich auch auf den „Eintrittskarten“ der Besucher. Im Inneren des Kolosseum befand sich die 76 x 46 Meter große Arena, deren Boden aus Holzplanken bestand, welche mit Sand bestreut waren.
Das Amphitheater hatte ein Fassungsvermögen von 70.000 Personen, die den Gladiatorenkämpfen und Tierhetzern, sowie kleineren Vorführungen beiwohnten. Gegen die Sonne wurden sie Zuschauer durch ein riesiges „Velarium“ geschützt: Für die Dauer der Darbietungen wurde an der Arena entlang ein hohes Metalnetz gespannt, dass auf Pfosten getragen war. Unter der Arena befand sich ein komplexes System von Katakomben. In diesen unterirdischen Räumen wurde alles Notwendige für die Aufführungen vorbereitet. Vor allem bei Tierhetzen war es üblich, ausgesuchte und bühnenwirksame Kulissen anzufertigen. Für Männer und Tiere waren Fahrstühle vorhanden, die mittels Gegengewichten funktionierten.