Weitere infos
Das Mausoleum Hadrians

Inspiriert durch das Mausoleum von Kaiser Augustus, ließ Hadrian anderthalb Jahrhunderte später für sich und seine Nachfolger eine neue monumentale Grabstätte errichten. Das Mausoleum Hadrians erhob sich auf der rechten Seite des Tiberufers. Mit dem Bau wurde im Jahr 130 begonnen. Das Mausoleum bestand aus einem mächtigen Körper eines 21 Meter hohen Zylinders mit einem Durchmesser von 64 Metern. Ein Dachgarten, bepflanzt mit Zypressen und anderen Gewächsen, bekröhnte das Grabmal auf dessen höchster Punkt sich die große Quadriga aus vergoldeter Bronze mit der Statue des Kaisers erhob. Hadrian wurde 139 beigesetzt, als Antonius Pius das große Werk fertig gestellt hatte. Nach ihm fanden hier außer vielen anderen Mitgliedern des Kaiserhauses alle Kaiser bis hin zu Caracalla ihre letzte Ruhestätte.
Anfang des 5. Jahrhunderts wurde das Mausoleum als vorgeschobene Bastion in den Verteidigungswall der Aurelianischen Mauern einbezogen. Um das 10. Jahrhundert wurde es in eine Festung zur Verteidigung der Vatikanischen Paläste umfunktioniert. Um den Zugang vom Marsfeld her zu erreichen, ließ Hadrian eine neue Brücke über den Tiber errichten, die nach dem Namen seiner Familie „Pons Aelius“ genannt wurde. Sie war unzerstört in der heutigen Engelsbrücke enthalten. Im letzten Jahrhundert wurden allerdings die beiden Brückenköpfe umgebaut.