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Der Vatikan

Die Gegend, in der sich die Basilika des hl. Petrus befindet, war in der Antike unter den Namen „Ager Vaticanus“ bekannt, galt seiner sumpfigen Beschaffenheit wegen als ungesund und wurde deshalb nur selten aufgesucht. Nach der im 1. Jh. n. Chr. erfolgten Trockenlegung und dem Übergang in kaiserliches Eigentum, ließ Caligula dort einen Zirkus bauen, den Nero fertig stellte. Der Tradition zufolge wurden hier viele Christen unter schrecklichen Qualen zu Tode gefoltert, die Nero beschuldigt hatte, den Brand in Rom im Jahre 64 verursacht zu haben. Unter ihnen befand sich auch der Apostel Petrus, der am nordöstlichen Abhang des Vatikanischen Hügels in einer heidnischen Nekropole begraben wurde.
Zu beginn des 4. Jahrhunderts ließ Kaiser Konstantin den Abhang des Hügels auf dem die Nekropole erbaut wurde, ein ebnen und darüber eine großartige Basilika zu ehren des Apostelfürsten errichten, die um 349 fertig gestellt war. Am 18. April 1506 begann Bramante mit dem Neubau der Basilika. Außerdem erbaute er die Vatikanischen Paläste. Mehrere Künstler, unter anderen Rafael, legten ihre Pläne für den Neubau vor. Doch das endgültige Projekt stammt von Michelangelo. Die neue Basilika wurde am 18. November 1626 eingeweiht.